Start mit Hindernissen – aber jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt

„Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn …“ – Italien – Sehnsuchtsort und seit vielen Jahren eines unserer Lieblingsreiseziele. Man könnte uns mit verbunden Augen an einen beliebigen Ort in Italien fahren und dort aussetzen – die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir uns dort sofort wohlfühlen 😉

Das Projekt, das Joachim und ich Euch hier vorstellen wollen, haben wir seit einigen Monaten vorbereitet, und es soll der Anfang einer Reihe von längeren Radreisen sein.

Joachim möchte von daheim aus den italienischen Stiefel einmal von Nord nach Süd runterfahren. Ich halte daheim die Stellung und dokumentiere die Reise. Das ist die Idee. Mal sehen, wie es läuft …

Vor die Reise hat der liebe Gott jedenfalls die Planung gesetzt: Die italienischen Sprachkenntnisse wurden aufgefrischt. Die Routenplanung detailliert durchgeführt (wo gibt es Campingplätze, wo sind die Jugendherbergen?). Das Fahrrad musste als Tourenbike nachgerüstet werden. Dann der Schock: Joachims Rad wurde während meiner Lesereise in Köln geklaut 😦 Mein Rad (das mit dem Körbchen und der Wasserflasche) war wohl nicht attraktiv genug und blieb stehen …

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Ein neues Rad musste also her. Joachim entschied sich für ein Tourenrad mit Stahlrahmen. Schwer. Solide. Sozusagen Unkaputtbar. Er kaufte es gebraucht und rüstete es mit farblich passenden Packtaschen aus. Zuerst wollte er einen Anhänger mitnehmen, entschied sich dann aber am Gewicht zu sparen, und ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Todschick 😉   Übrigens: das Fahradschloss macht einen erheblichen Anteil am Gesamtgewicht aus. Schließlich wird man durch Schaden klug und will es den Fahrraddieben nicht zu leicht machen …

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Prachtstück in Blau!

Zweiter Knackpunkt war die Gesundheit. Oh Schreck! Zwei Wochen vor Ostern war das Knie dick … Beim Training übertrieben? Falsch eingestellter Sattel? Zu viel Gepäck? Wahrscheinlich von allem etwas. Auf einmal schien es so, als ob auf einmal die monatelange Vorbereitung mit einem Schlag zunichte würde. Der Orthopäde beruhigte und verschrieb etwas Antientzündliches, und Joachim schluckte widerspruchslos ein paar Tage lang die bunten Pillen. Das Knie beruhigte sich und die Vorfreude stieg wieder.

Aber dann machte uns das Wetter einen dicken Strich durch die Rechnung 😦  Im April war es wunderschön und viel zu warm für die Jahreszeit. Ostern wollten wir noch gemeinsam feiern und danach sollte es losgehen. ABER dann wurde es über Nacht unglaublich kalt. In den Alpen kamen innerhalb von 24 Stunden zwei Meter Neuschnee hinzu. Wir warteten, checkten mehrmals täglich die Großwetterlage, diskutierten und schließlich ging es dann am 20. April doch los.

Hier ist die Route des ersten Tages:

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Joachim fuhr auf der Schweizer Seite am Bodensee entlang (alle, die 2016 unsere #HolidayChallenge mitverfolgt haben, werden sich an die Strecke erinnern). Kühl, aber nicht zu kalt, und so erreichte Joachim bei bestem Bregenz und übernachtete in einem Hostel. Das Zelt blieb (vorerst) in der Packtasche. Geschafft!

Und hier die Bilder des ersten Tages:

 

Dieser erste Tag führte durch uns wohlbekanntes Gebiet. Deshalb kam es Joachim vor allem darauf an seinen Rhythmus zu finden und sich an das Fahren mit dem schweren Gepäck zu gewöhnen. Sportlich boten sich keine größeren Herausforderungen, da die Strecke relativ flach ist.

Am ersten Abend herrschte erst einmal große Erleichterung und es wurde Entwarnung gegeben: Alles geschafft und das Knie hat auch klaglos mitgemacht.

Die nächste Etappe wird dann schon deutlich stärkere Steigungen bieten. Es bleibt spannend.

Ich werde weiter berichten! #GirodiLimone #WirAufZweiRädern #BikeForTwo

 

 

Posted by:ulrikeblatter

Autorin, Ärztin, Gärtnerin, Reisende, Freundin - ich begegne Menschen und liebe das Leben. Immer. Bedingungslos. Auch wenn es weh tut.

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