Über die Alpen. Unter den Alpen. Oder um die Alpen drumherum …

Diese Etappe katapultiert Joachim vom lieblichen Bodensee mitten hinein in den rauen alpinen Raum, wo der Frühling einen Gang zurückschaltet und ein deutlich kühleres Lüftchen weht.

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Heute fährt Joachim Passagen des Innradwegs und muss über den Reschenpass, um dann auf einem Radweg mit der gloriosen Bezeichnung Via Claudia Augusta (Etschradweg) weiterzufahren. Ziel ist ein Campingplatz in Prad am Stilfserjoch (Vinschgau). Ein ambitioniertes Vorhaben!

Der Vinschgau befindet sich an der Stelle, an der die Alpen mit 250 Kilometern ihre größte Breite erreichen. Na toll! Mal abgesehen davon, dass es hier sehr viele Berge gibt, sind sie auch noch ziemlich hoch. Und das Gepäck ist sehr schwer. Das Knie meldet sich nun auch ganz, ganz leise zu Wort. „Willst du wirklich bis auf 1800 Höhenmeter raufkurbeln?“, fragt das Knie schüchtern. „Ja klar“, antwortet Joachim. „So etwas mache ich ja nicht zum ersten Mal …“ – „Aaaaber du fährst doch normalerweise mit dem Rennrad und ohne Gepäck“, wagt das Knie eine weitere Anmerkung.

Joachim betrachtet sein Knie und dann das schwere Tourenrad mit den Gepäcktaschen. „Hm, wenn du meinst …“, sagt er zum Knie. „Aber nicht weitersagen, gell ;-)“ Und dann kauft er ein Ticket der Arlbergbahn. 10.249 Meter lang ist der Arlbertunnel und wer noch mehr über den Bau dieser imposanten Eisenbahn lesen will, schaut hier:

 

Von Landeck geht es dann nach Pfunds. Aus den geplanten 200 Höhenmetern werden 450, und das Knie räuspert sich leise. Hinter Pfunds ist die Straße für Fahrräder gesperrt und die Schilder empfehlen einen „Abstecher“ nach St. Moritz (500 zusätzliche Höhenmeter inklusive). Was für ein Glück, dass ein Bus nach Nauders fährt, so dass weitere Anstiege taktisch umgangen werden können. Übrigens: In Italien ist die Fahrradmitnahme in Überlandbussen problemlos möglich. Im Zugverkehr gelten gesonderte Richtlinien. (hier nachlesen) Für Waren aus dem Duty-Free-Shop fehlte allerdings in den Packtaschen der Platz 😉

Tag 2 Duty free

Hinter Nauders beginnt dann der Anstieg auf den Reschenpass: Vorbei an Wiesen voller Krokusse, zieht sich die Strecke über einen neu ausgebauten Radweg bis zur Passhöhe auf 1507 m. Sensationelle Ausblicke trösten darüber hinweg, dass nach jeder kurzen Abfahrt wieder nicht enden-wollende Anstiege kommen.

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Am zweiten Tag der Reise ist Joachim noch nicht wirklich im Radreise- und Urlaubsmodus angekommen. Das ganze „System“ muss sich erst noch einstimmen und so ist auch die Stimmung an diesem Tag voller Um- und Anstiegen, Zug- und Busfahrten insgesamt ein wenig ‚zerfahren‘.

Aber dann kommt die Entschädigung! Und zwar mit Vollgas! Die Abfahrt vom Reschenpass führt über einen zwei Meter breiten, perfekt asphaltierten Radweg, wo man es „einfach laufen“ lassen kann. Mit 70 Km/h Spitzengeschwindigkeit geht es hinunter nach Prad am Stilfserjoch, wo auf dem Campingplatz eine heiße Dusche für alle Mühen entschädigt.

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Beim Abendessen macht sich Joachim noch keine Gedanken darüber, wo genau sich der ort befindet, an dem er sein Zelt aufbaut. Das soll sich jedoch ein paar Stunden später dramatisch ändern. Aber vorerst sieht alles noch ganz harmlos aus …

Tag 2 Camping

 

Ich werde weiter berichten! #GirodiLimone #WirAufZweiRädern #BikeForTwo

Posted by:ulrikeblatter

Autorin, Ärztin, Gärtnerin, Reisende, Freundin - ich begegne Menschen und liebe das Leben. Immer. Bedingungslos. Auch wenn es weh tut.

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